KBV

Norbert Erdmann, Vorsitz Kirchenbevollmächtige (KBV)
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Die Tageslosung

Ich will auf den HERRN schauen und harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören.

Micha 7,7

Hoffnung lässt nicht zuschanden werden.

Römer 5,5

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„Nun sag, wie hast Du‘s mit der Religion?“ — Was glaubte Goethe eigentlich?

Herzliche Einladung zum Vortrag ‚„Nun sag, wie hast Du‘s mit der Religion?“ — Was glaubte Goethe eigentlich?‘ mit Hans–Christian Beutel am Dienstag, dem 12. Februar 2019 um 19 Uhr in der Deutschen Bibliothek in Helsinki, Kasarmintori, Pohjoinen Makasiinikatu 7.

1819 — vor 200 Jahren — erschien die Erstausgabe von Goethes weisem Alterswerk ‚West–östlicher Divan‘. Wer diese faszinierende Gedichtsammlung liest, begegnet darin jedoch keinem abgeklärten Philosophen, sondern meint die Stimme eines jungen, im Aufbruch begriffenen Dichters zu hören.

Angeregt durch den ‚Divan‘ des persischen Dichters Hafi stellen sich die wichtigen Fragen des Lebens für den alternden Goethe noch einmal neu und verlangen nach neuer poetischer Gestaltung. Auch den Fragen nach Gott und dem Glauben an den einen Gott geht Goethe nun noch einmal nach. 

Gottes ist der Orient!

Gottes ist der Okzident!

Nord– und südliches Gelände

Ruht im Frieden seiner Hände.

Zeit seines Lebens hatte er sich eher verhalten zu religiösen Fragen geäußert und die allzu gewissen Antworten orthodox–lutherischer Theologen ebenso zurückgewiesen wie das übergriffig–missionarische Drängen pietistischer Kreise. Nun findet er zu gültigen und unverbraucht eigenen Formulierungen für seinen Glauben und seine Frömmigkeit. Es gelingt ihm ein Werk, das Liebe, Poesie und eine heitere Religiosität miteinander verbindet.

„Nun sag, wie hast Du’s mit der Religion?“ — die ‚Gretchenfrage‘ aus dem Drama Faust steht im Zentrum eines Vortrages, den ich in diesem Jahr für Gemeindekreise und Finnisch–Deutsche Vereine anbiete. Welche Glaubensfragen haben Johann Wolfgang von Goethe beschäftigt, welche Einflüsse haben sein religiöses Weltbild geprägt? Manches davon wird überraschend sein und manche Einsicht Goethes ist tatsächlich so zeitlos klassisch, dass sie unser unruhig–unsicheres Suchen nach einem angemessenen Verhältnis zu Gott neu orientieren kann.


Mehr Information bei Hans–Christian Beutel, Telefon +358 40 5408 504, E–Mail hans-christian.beutel@evl.fi.