KBV

Norbert Erdmann, Vorsitz Kirchenbevollmächtige (KBV)
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Die Tageslosung

Ich glaube, auch wenn ich sage: Ich werde sehr geplagt.

Psalm 116,10

Selig ist, wer Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.

Jakobus 1,12

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Treffpunkt Kotka

Gottesdienst in Pori: Viele Orte, eine Gemeinschaft…

Wer den Gottesdienst der Deutschen Gemeinde in Pori besuchen will, muss zunächst einmal wissen, wo der nächste Gottesdienst stattfindet. Denn er wird selten mehrmals hintereinander am selben Ort gefeiert.

Die Atmosphäre der deutschsprachigen Gottesdienste in Pori wird nicht zuletzt durch diese verschiedenen Orte geprägt, an denen sie stattfinden. Der lichtdurchflutete Gottesdienstraum der Metsäkappeli auf dem Waldfriedhof, das behagliche Gemeindehaus der Keski–Porin Kirkko, die im Winter kalte Friedhofskapelle — all diese Orte verleihen den Gottesdiensten eine spezifische Atmosphäre. Doch im wesentlichen sind es die Menschen, die Gottesdienstbesucher, die durch ihr gemeinsames Singen und Beten, Hören und Antworten den Gottesdienst lebendig werden lassen.

Wer den Gottesdienst der Deutschen Gemeinde in Pori besucht, bemerkt schnell, dass die meisten Besucher Finnen sind. Welche Faszination vom deutschsprachigen Gottesdienst für sie ausgeht, beschreiben Maria Haavisto, Laila Lehtonen und Hannu Salonoja:

„Miksi saksaksi — warum auf Deutsch?

Das ist unsere Frage und sogar auch eine Antwort. Wir — fast alle finnischsprachigen — wollen den deutschen Gottesdienst besuchen, weil uns diese Sprache sehr lieb und wichtig ist, weil wir sie als eine Herzenssprache betrachten. Mit diesem Gefühl wollen wir auch etwas vor unserem Gott gestalten.

Miksi saksaksi?

Wegen der Gemeinschaft. Wir kennen einander und die meisten von uns haben schon den vierten Reisepastor in Folge erlebt, der uns besucht und mit uns dieses Gemeindeleben teilen will. Wir kommen gern zusammen und bereuen nie, dass wir in dem Gottesdienst waren. Wir kommen immer glücklich nach Hause, weil wir etwas bekommen haben. Und das ist die Antwort, warum wir so gern teilnehmen.

Was unsere Gemeinschaft betrifft, erleben wir auch andere Sachen zusammen. Wir kochen, sprechen, singen und besuchen verschiedene Veranstaltungen in Pori. Ein wichtiger Anknüpfungspunkt hier ist die Deutsche Seemannmission in Mäntyluoto. Den Hafensonntag Mitte Mai und auch Andachten wie das Erntedankfest im Herbst feiern wir im Seemannsheim. Das Erntedankfest wurde schon vor Jahren veranstaltet als Harri Kesti der Vorsitzende des Finnisch — Deutschen Vereins war. Aus seinem Landgut hat er Steckrüben, rote Beeten und Karotten mitgebracht. Alles noch so schön in Herbstfarben dekoriert, das machte einen tiefen Eindruck mit einem Glas Wein dazu. Das heißt, dass wir diese Gemeinschaft in verschiedenen Formen haben — nicht zu vergessen den Kirchkaffee nach dem Gottesdienst, wo wir verschiedene Dinge von der Predigt und aktuelle Themen zum Gespräch aufnehmen.

Wenn wir von den Reisepastoren reden, macht uns das Spaß, weil einer Biermann und der nächste Scherz hieß. Was das für uns bedeutete, war Kulturaustausch. Die Pastoren haben auch während der Jahre Schulen besucht und etwas über deutsche Traditionen mitgebracht.

Die Gottesdienste werden an verschiedenen Orten gefeiert und wir versuchen jeweils einen Ort zu finden, wo wir die Stimmung erleben können. Nach dem Gottesdienst kann man wirklich eine Gemeinschaft am Kaffeetisch erleben, wenn der Pastor noch mit seinen neuesten Nachrichten zu uns kommt. Gleichzeitig hören wir, wann er das nächste Mal kommen kann.

Weil wir als Verein teilnehmen, ist die Zusammenarbeit mit der Deutschen Gemeinde in Finnland sehr wichtig. So können wir durch diesen kulturellen und sprachlichen Austausch die Beziehung zu Deutschland ausbauen. Auch können wir unsere liebe Sprache gebrauchen, was sonst in Pori nicht möglich ist.

Diese Gemeinschaft ist gleichzeitig eine Gemeinschaft von vielen verschiedenen Berufen, was unseren Blickwinkel wesentlich erweitert.

Zu den verschiedenen Orten, an denen die Deutsche Gemeinde in Pori Gottesdienst feiert, gehört demnach auch die Deutsche Seemannsmission in Mäntyluoto, etwa 20 Kilometer von der Innenstadt Pori entfernt.

In dem Raum, der dann zum Gottesdienstraum wird, spielen üblicherweise abends die Seeleute Billard. Mit ein paar Handgriffen wird für den Gottesdienst der Billardtisch zum Altar. Dies geschieht nicht nur, wenn die Deutsche Gemeinde feiert. Auch mit Seeleuten werden hier immer wieder einmal Gottesdienste gefeiert, dann in englischer Sprache. Die Lesungen können dabei auch in den Heimatsprachen der Seeleute gelesen werden: Russisch, Indonesisch, Tagalog… Oft sind die Seeleute sehr glücklich darüber, nach Wochen oder Monaten auf See an einem Gottesdienst teilnehmen zu können. Konfessionelle und nationale Unterschiede verlieren an Bedeutung, Ökumene wird konkret.

Als das Deutsche Seemannsheim im November 1962 eröffnet wurde, war diese internationale und ökumenische Dimension noch nicht im Blick. Die enge Verbindung zur Deutschen Evangelisch–Lutherischen Gemeinde in Finnland bestand allerdings schon damals. Das Grundstück, auf dem das Seemannsheim gebaut wurde, wurde seinerzeit von der Deutschen Gemeinde in Turku von der Stadt Pori gepachtet. Mäntyluoto wurde wegen seiner zentralen Lage als Standort gewählt, und weil damals jährlich mehr als 700 deutsche Schiffe den Hafen anliefen. Die großen Veränderungen in der Seefahrt in den vergangenen fünfzig Jahren haben die Arbeit der Deutschen Seemannsmission sehr verändert, aber die enge Verbindung zur Deutschen Gemeinde in Finnland ist geblieben.

Seit 2007 leiten Seemannspastorin Verena Wilhelm und Seemannspastor Wolfgang Pautz–Wilhelm die Station der Deutschen Seemannsmission in Mäntyluoto. Sie erzählen, welche Bedeutung für sie die Teilnahme am Gottesdienst der Deutschen Gemeinde hat:

„Wir sind in Finnland „angekommen”, fühlen uns hier ganz und gar zu Hause. Und das, obwohl unsere finnischen Sprachkenntnisse noch sehr ausbaufähig sind. Einen Gottesdienst in deutscher Sprache feiern zu können, bedeutet für uns auch, Gemeinschaft mit Finnen ohne Sprachbarriere zu erfahren. Dabei spielt insbesondere das Singen eine zentrale Rolle. Mit deutschen Kirchenliedern verbinden wir so viele Erinnerungen, sie lösen viele Gefühle in uns aus. Es tut gut, diese Lieder von Zeit zu Zeit in Gemeinschaft zu singen und ein Stück kulturelle Heimat zu erleben. Seit unsere Tochter auf der Welt ist, haben die deutschsprachigen Gottesdienste für uns sogar noch an Bedeutung gewonnen. Wir freuen uns, dass sie die Möglichkeit hat, Gottesdienste in ihrer Muttersprache kennen zu lernen und hineinwachsen zu können in eine lebendige Gemeinde.”

Treffpunkt Pori (Björneborg)

Deutschen Seemannsmission in Mäntyluoto

Reisepastor Hans–Christian Beutel
Telefon +358 40 5408 504
E–Mail dg.reisepastor@evl.fi



Die nächsten Gemeindeveranstaltungen in Pori (Björneborg), Turku (Åbo) und Mäntyluoto (Tallholmen):