KBV

Norbert Erdmann, Vorsitz Kirchenbevollmächtige (KBV)
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Die Tageslosung

Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Herrlichkeit ihren Kindern.

Psalm 90,16

Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?

Matthäus 6,26

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst.

Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst.

„Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des
Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr
von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst.“
1. Korintherbrief 6, 19

Körpergefühl

Ich habe neulich ein Foto von mir bekommen und war begeistert wie schön ich bin. Es ist ein Röntgenbild, das ich im Terveyskeskus erhalten habe.

Tatsächlich: Ich war begeistert von diesem ‚Einblick in mich selbst‘. So ebenmäßig sieht das also in mir aus, so klug und sinnreich erdacht! Das hat schon eine eigene Ästhetik: Die Form folgt der Funktion und ist doch nicht nur funktional, sondern auch schön! Das ist ein Künstler, der sich das erdacht hat! Ein Designer mit Sinn für Ebenmaß und Proportion! Detailverliebt und doch das ‚Große Ganze‘ aus einem Guss!

Wie bei einem Tempel, tatsächlich! Gedacht von einem genialen Architekten,
gebaut von erfahrenen Baumeistern, gestaltet von ideenreichen Künstlern.

„Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel ist?“ — Doch, jetzt weiß ich das! Und eigentlich habe ich das immer schon gewusst — seid ich als Kind zu singen gelernt habe: „Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet!“

Und dieser Tempel ist nun die Wohnstatt des Heiligen Geistes! Der lebt in diesem Tempel – zusammen mit meiner Seele. Die beiden haben es wohl verdient, dass ich ihn gut behandle, diesen Tempel. Ihn (soweit das an mir liegt) gesund erhalte, ihm die Aufmerksamkeit zukommen lasse, die der Wohnstatt zweier so wichtiger Gäste wohl zukommt.

Paulus beschreibt manches, was man diesem Tempel tunlichst nicht antun sollte und mir fallen noch andere Dinge ein, die dem Körper schaden, den Tempel entehren könnten. Aber darin will ich mich gar nicht verlieren, sondern viel lieber bei meiner Freude darüber bleiben, dass Gott seinen Geist als Gefährten meiner Seele in mir wohnen lässt! Ja:

„Herr, komm in mir wohnen, lass mein’ Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden.“
Aber, Paulus, Du schreibst: „Ihr gehört nicht euch selbst.“ Das ist ein Gedanke, der mir nicht einleuchtet. Oder besser: Er leuchtet mir schon ein, aber er gefällt mir nicht.

Wir Menschen haben das mühsam gelernt in unserer Geschichte, uns selbst zu gehören und niemandem sonst. Das waren nicht die besten Zeiten, in denen ein Mensch einem anderen ‚gehören‘ konnte. Ich gehöre mir — als ein kostbares Eigentum. Andererseits: Behält ein Künstler nicht ein Eigentumsrecht an seinem Werk? Wird ein Kunstwerk nicht entfremdet, wenn es von seinem Schöpfer losgelöst wird? Geht nicht das Wesentliche verloren, wenn ein Kunstwerk abgelöst wird von der Idee seines Künstlers? Doch:

„Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereitet,
ein Geist, den sein Verstand dich zu erkennen leitet:
Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis,
ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe.“

Einen schönen Frühsommer wünsche ich Ihnen — geben Sie acht auf sich!

Hans–Christian Beutel, Reisepastor

 


Das Geistliche Wort von Pastor Hans–Christian Beutel, erschienen im Gemeindebrief ‚Deutsch–Evangelisch in Finnland‘ im Mai 2016. Die Verse stammen aus den Gesangbuchliedern EG 316, Strophe 3; EG 165, Str. 8 und EG 506, Str. 5.


Reisepastor der Gemeinde