Wenn ein Familienmitglied stirbt, ist dies immer ein Schock für die Hinterbliebenen. Die folgenden Informationen möchten helfen, die anstehenden Aufgaben zu Beerdigung und Trauerfeier bearbeiten zu können.

Soll die Einsegnung in der Kirche oder in einer Friedhofskapelle organisiert werden? Wo soll die Trauerfeier stattfinden? Wer soll eingeladen werden? Welcher Pastor soll die Trauerfeier übernehmen? In welcher Sprache soll das Ganze ablaufen? Wo soll der Sarg oder die Urne beerdigt werden? Welche Musik ist gewünscht? Wer sorgt sich um die praktischen Angelegenheiten?

Wie organisiere ich eine Bestattung?

Soll die Einsegnung in der Kirche oder in einer Friedhofskapelle organisiert werden? Wo soll die Trauerfeier stattfinden? Wer soll eingeladen werden? Welcher Pastor soll die Trauerfeier übernehmen? In welcher Sprache soll das Ganze ablaufen? Wo soll der Sarg oder die Urne beerdigt werden? Welche Musik ist gewünscht? Wer sorgt sich um die praktischen Angelegenheiten?

Einsegnung in der Deutschen Kirche in Helsinki

Kirche und Pastor reservieren — einen passenden Termin mit dem Küster ausmachen, Küster Tobias Petruzelka, Telefon +358 50–3239 598, E–Mail kuster@deutschemeinde.fi.

Die Pastoren der Deutschen Gemeinde stehen für die Einsegnung und die Beerdigung zur Verfügung. Es kann aber auch ein anderer Pastor gewählt werden.

Kantor — bei einer Einsegnung in der Deutschen Kirche steht ein Kantor zur Verfügung. Es ist wichtig, Kontakt zur Kantorin aufzunehmen, damit die Musikwünsche besprochen werden können. Bei Veranstaltungen in anderen Kirchen und Kapellen ist bei der Reservierung nach der Praxis der anderen Gemeinde zu fragen.

Die Gestaltung der Programmhefte zur Trauerfeier kann von einem Bestattungsunternehmen oder von der Deutschen Gemeinde übernommen werden. Bitte klären Sie diese Frage rechtzeitig.

Trauerfeier in den Räumen der Deutschen Gemeinde in Helsinki

Die Räumlichkeiten für Ihre Trauerfeier können bei unserem Küster reserviert werden — Tobias Petruzelka, Telefon +358 50–3239 598, E–Mail reservierung@deutschegemeinde.fi.

Es steht der Gemeindesaal für ca. 80 Personen und das Kaminzimmer der Gemeinde für ca. 25 Personen zur Verfügung.

Einsegnung, die nicht in der Deutschen Kirche stattfindet

Die Trauerfeier muss nicht in der Deutschen Kirche stattfinden. Die Angehörigen können auch einen anderen Ort wählen — sind aber für die eventuell entstehenden Kosten selbst verantwortlich.

  • Über den Bestatter oder das entsprechende Gemeindebüro eine andere Kirche beziehungsweise Friedhofskapelle reservieren;
  • Pastoren buchen und reservieren, wenn die Einsegnung nicht in der Deutschen Kirche stattfinden soll — wenn aber einer der Pastoren der Deutschen Gemeinde dabei sein soll;
  • Kantor reservieren — Solisten, Musikwahl, …;
  • Raum für die Trauerfeier reservieren — wenn die Trauerfeier im Gemeindehaus der Deutschen Gemeinde stattfinden soll.

Der Todesfall wird auch im Gottesdienst und im Gemeindeblatt der Deutschen Gemeinde in Finnland abgekündigt. Auf Wunsch der Angehörigen kann dies an einem bestimmten Sonntagsgottesdienst gemacht werden — oder ganz ausfallen.

Am Ewigkeitssonntag werden die Angehörigen des im vergangenen Kirchenjahr verstorbenen Gemeindemitglieds eingeladen, an einem Erinnerungsgottesdienst teilzunehmen. Für jeden Verstorbenen wird eine Kerze angezündet — die Erinnerungskerze kann nach dem Gottesdienst mit nach Hause genommen werden.

Brauche ich seelische Unterstützung in meiner Trauerzeit?

Pastor, Telefon +358 50 5942 485.
Diakon, Telefon +358 50 5942 498.
Bei praktischen Fragen… Kanzlei und Sekretariat der Gemeinde, Telefon +358 9 6869 8510 und +358 9 6869 8513.

Dokumentation und Scheine vom Amt

Bei Todesfällen dauert der bürokratische Ablauf im Bevölkerungsregister meist sogar mehrere Wochen… erst danach kann in der Gemeinde ein sogenanntes Nachlassverzeichnis erstellt werden. Dieses Verzeichnis wird in Finnland für das sogenannte ‚Perunkirjoitus‘ benötigt, welches innerhalb von zwei Monaten nach einem Todesfall gemacht sein muss. Für Behörden in Deutschland (zum Beispiel bei Rentenversicherungen) können diese auch auf Deutsch erstellt werden.

Ein Nachlassverzeichnis muss von allen Gemeindekanzleien bestellt werden, in denen der Verstorbene ab dem 15. Lebensjahr eingeschrieben war.

Ein gewöhnlicher Amtsschein, der zum Beispiel für Banken oder für Versicherungsanstalten benötigt wird, kann in unserer Gemeindekanzlei erstellt werden.

Auch von allen Erben des Verstorbenen, den Kindern, dem Ehepartner, muss ein Amtsschein bestellt werden.

Bei Todesfällen im Ausland (außer Schweden) müssen sich die Angehörigen selbst und direkt darum kümmern, dass die entsprechende Information an die hiesigen finnischen Behörden weitergegeben werden. Hierfür reicht es, wenn der Todesschein in der finnischen Botschaft des entsprechenden Landes eingereicht wird.

Wer entscheidet, wie ein verstorbener Angehöriger bestattet wird?

Oft haben Menschen Wünsche hinsichtlich ihrer Beerdigung geäußert — diese Wünsche sollten nach Möglichkeit auch respektiert werden. Wenn die Bestattungsform im Testament erwähnt ist, müssen Sie sich als Angehörige daran halten. Wenn keine Wünsche geäußert wurden, entscheiden die nächsten Verwandten.

Sprechen Sie mit dem Pastor oder dem Bestatter hinsichtlich der Liedauswahl und der Möglichkeit besonderer Formen der Bestattung.

Was bedeutet die Bestattung?

Bestattung bezeichnet die Beisetzung eines Sarges oder einer Urne auf dem Friedhof und ist umfassender als Beerdigung, denn es gibt auch Bestattungen auf hoher See.

Seit jeher haben Menschen Bräuche entwickelt, der Verstorbenen zu gedenken und sich als Angehörige über den Verlust hinweg zu trösten. Christen glauben, dass der Tod zwar von den Lebenden trennt, aber die Verbindung mit Gott nicht abreißt. Wir bleiben in Gottes Hand und die Toten verlieren sich nicht im Nichts. Der christliche Glaube hat Konsequenzen für den Umgang mit Leben, Sterben und Tod. So gehört das Bedenken des Sterbenmüssens (Psalm 90,12) zur christlichen Lebenseinstellung ebenso wie die Hoffnung über den Tod hinaus.

Der Gottesdienst zur Bestattung soll die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten zum Ausdruck bringen. Die kirchliche Bestattung setzt voraus, dass der/die Verstorbene der evangelischen Kirche angehörte. Auf Wunsch der Eltern können auch ungetauft verstorbene Kinder kirchlich bestattet werden. Dasselbe gilt für totgeborene Kinder und Föten. Keinem Gemeindemitglied darf aufgrund seiner Todesumstände eine kirchliche Bestattung verwehrt werden. Gehörte der/die Verstorbene einer anderen christlichen Kirche an, so kann er/sie in Ausnahmefällen bestattet werden. Die kirchliche Bestattung von Verstorbenen, die keiner christlichen Kirche angehörten, kann ebenso im Ausnahmefall geschehen, wenn die evangelischen Angehörigen den Wunsch nach einer kirchlichen Bestattung äußern und wichtige seelsorgerliche Gründe dafür sprechen.