KBV

Norbert Erdmann, Vorsitz Kirchenbevollmächtige (KBV)
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Die Tageslosung

Der HERR lässt sein Heil verkündigen; vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.

Psalm 98,2

Als Barnabas und Paulus in Antiochia angekommen waren und die Gemeinde versammelt hatten, berichteten sie, was Gott alles durch sie getan und dass er allen Völkern die Tür zum Glauben aufgetan habe.

Apostelgeschichte 14,27

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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Workshop für Lektoren in Göteborg vom 25.–27. Januar 2019


Aus den deutschsprachigen Gemeinden Göteborg, Helsinki, Malmö, Oslo, Stockholm und Tallin kamen Gemeindeaktive zum letzten Januarwochenende in Göteborg zusammen, um sich auf den Lektorendienst in ihren Gemeinden vorzubereiten oder fortzubilden.

Lektoren (lat., leggere = lesen) sind Leserinnen und Leser im Gottesdienst. Sie können die biblischen Lesungen ebenso übernehmen, wie Gebete, Begrüßungen, Abkündigungen. Lesen, das können wir doch alle. Stimmt. Zeitungen, Bücher, E–Mails, messages. Gottesdienstliche Texte sind auch ‚nur‘ Texte, Botschaften, messages. Stimmt auch. Oder? Aber es lohnt sich, diese besonders vorzubereiten, denn in unseren Gottesdiensten sind sie besondere Nachrichten und Worte.

Genau darum ging es auf der Konferenz. Alte Sprache, verschachtelte Sätze, nicht alltägliche Begriffe, schwere Bedeutungen, komplizierte Zusammenhänge — was können wir tun, dass Gottesdienstbesucher sie als ansprechende, berührende und lebendige Worte erfahren? Felix Ritter aus Amsterdam ist Spezialist und Dozent für genau diese Frage. Es geht nicht darum, dass wir lauter, deutlicher oder betonter lesen. Nein. Sondern dass wir verstehen, Botschaft und HörerInnen vertrauen, uns selbst anrühren lassen und Wertvolles in zarte Ohren behutsam weitergeben. Nicht einfach. Aber unglaublich berührend, wie die verschiedenen Teilnehmenden Gottes Wort weitergeben, weitersagen können. Ein dickes Danke und Gruß aus Oslo!

— Pfarrer Sebastian Wilhelm, Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in Norwegen

Ja, es war ein tolles, sehr intensives Wochenende miteinander. Auch ich bin heute noch mehr in Göteborg mit meinen Gedanken als hier. Wir haben viel, viel von Felix gelernt und hatten viel Spaß dabei.

Am liebsten würde ich mit allen an allen unseren Standorten in Estland, Schweden, Norwegen und Finnland so einen gemeinsam erarbeiteten Gottesdienst wiederbeleben.

— Hannelore Messinger

Er kommt stets mit einem lang gedehnten, lauten Aaaaah. Dem folgt ein ebenso langes E, ein I. So geht es durch alle Vokale. Konsonanten werden mit imaginären Pfeilen kurz in die Luft geschossen… Felix Ritter wird sachlich und erläutert, was es mit den Lauten auf sich hat: Stimmöffnung, Artikulation, Atmung. Wichtig für jeden, der öffentlich sprechen muss, der Zuhörer vor sich hat.

Von der Mund– und Halspartie hoch an die Augen. Der Blick. Das Lesen und Verstehen dessen, was man beabsichtigt, vorzutragen. Visueller Kontakt mit jemandem im Zuhörersaal? Oder lieber nicht? Und dann runter an die Arme, die Hände. Was diese wann machen, wird anschaulich erklärt. Eine Verbindung sollte entstehen, vom zu lesenden Text über die Hände zum Zuhörer. Bleiben noch die Beine, die Füsse. Hüftbreit sollen sie stehen, frei nach Schillers Glocke: „Fest gemauert in der Erden“. Zwei Tage Vokale, Sätze bauen, schreien, flüstern, Psychologie.

Am dritten Tage die Reifeprüfung. Inmitten eines normalen Gottesdienstes in der Christinenkirche zu Göteborg. Ein ‚normaler‘ Gottesdienst war es dennoch nicht. Jeder Teilnehmer der Schulung hatte seinen Auftritt vor versammelter Gemeinde.
Ich darf mich ganz ganz herzlich bedanken für die von Anfang bis Ende vollends gelungene Schulungsreise nach Göteborg. Im Nachhinein kann ich rückschliessen: es war eine meiner ergiebigsten, wenn nicht die erfolgreichste Ausbildung für Menschen, die Auftritte vor anderen Menschen zu vollziehen haben. Das Nachhallen einzelner Höhepunkte wird mich noch länger beschäftigen. Es war — Aaaaah — ein Genuss. Ein genialer, talentierter Mensch, dieser Felix Ritter, den man immer gern um sich hätte.

— Peter R. Schild

Eigentlich müsste man ein Bild malen, ein riesiges Panorama, um einen Eindruck dieses Wochenendes zu vermitteln. Denn Worte kann man nur hintereinander schreiben und nur hintereinander lesen. Lektorenfortbildung. Was stellt man sich darunter vor?

Es ging um Kommunikation, um Wechselwirkung, und zu einem sehr grossen Teil um nonverbale Kommunikation. Die Arbeit war sehr intensiv. Eine solche, geradezu innige Zusammenarbeit entsteht nur, wenn unter den Teilnehmern ein gewisses Mass an Vertrautheit herrscht. Die entstand sehr schnell durch eine so einfache wie wirksame Übung: Jeder wählte einen Partner; den er nicht oder kaum kannte. Dann erzählten die Paare sich sehr persönliche Dinge, über die sich jeder vorher Gedanken gemacht hatte:

Was riechst du gerne? Was fasst du gerne an? Wo erlebst du Gottes Nähe?

Ein ‚Nebeneffekt‘ war das Kennenlernen und die Gespräche mit vielen wunderbaren Menschen. Neue, überraschende Seiten, die man entdecken konnte an seit Jahren bekannten Gemeindegliedern. Aber auch, erstaunt zu erfahren, wie anders das Leben der deutschen Gemeinden woanders ist; zum Beispiel, dass es in Norwegen nur einen Pfarrer gibt, der die Gemeinde in Oslo betreut und ab und zu durchs Land reist zu den verstreuten kleineren Gruppen.

Bei meiner Ankunft zu Hause lagen die Samstags– und die Sonntagszeitung vor der Tür. Ich nahm sie und war sehr erstaunt: Wieso nur zwei? — Tatsächlich, ich war ja nicht mal drei volle Tage fort gewesen! Danke an Euch alle für dieses wunderbare, inspirierende Wochenende!

—Jutta Jorzik–Oels

Aaaaaaaaaaaaaaa, Oooooooooo, Uuuuuuuuu und immer wieder Aaaaaa, mit weitausgebreiteten Armen… wir fühlten uns sofort angenommen und waren in gute Laune versetzt. Felix Ritter, Referent aus Amsterdam, lehrte uns, Gefühl in unser Lesen und Sprechen zu legen, und vor allem aufzutreten, vor und in dem Gottesdienst, freundlich, sachlich, direkt, natürlich.

Wir, d. h. 40 Lektoren und Pastoren aus ganz Skandinavien, ohne Dänemark, dafür mit Estland, waren zu Gast in der Deutschen Christinengemeinde in Göteborg. Arbeiten und Essen, alles geschah in der Kirche, durch Glasfenster unterteilt in Büroräume, kleinen Gemeindesaal und Wirtschaftsräume.

In Gruppen erarbeiteten wir uns die Gestaltung des sonntäglichen Gottesdienstes mit Sprechchor, musikalisch untermalt, alttestamentlicher Lesung, und Fürbitten, uns in der Welt und den Frieden betreffend, und mit einem grossen Dank an die gastfreundliche Göteborger Gemeinde. Die Predigt von Pfarrerin Maike Gamer nahm Bezug auf das Frauenschicksal in der Bibel… derer im Holocaust und im Jetzt.

Es war ein reiches Wochenende mit Zeit zum Kennenlernen und Gesprächen über das Leben in den verschiedenen Auslandsgemeinden. Allerdings blieb die immer wiederkehrende Frage „Wo ist meine Pizza?“ bis zum Schluss unbeantwortet… ein grosses Dankeschön für diesen fröhlichen Workshop!

Wir Lektoren sind fest entschlossen, unsere Erfahrungen in den hiesigen Gottesdienst einzubringen!

— Gudrun Sentzke

Ich habe die Gemeinschaft mit den Menschen, die Gespräche, und nicht zuletzt unseren Workshop sehr genossen. Vor allen Dingen war der Gottesdienst mit seinen Liedern, Texten und Darstellungen der Höhepunkt.

Danke, lieber Matti, für deine Organisation und Danke an Felix, der uns viel Neues mit auf den Weg gegeben hat. Vielleicht sind wir ja auch in der Lage, einmal so einen Gottesdienst in unserer Kirche zu gestalten?

— Karin Sentzke

Die anfängliche Verwunderung, über Fragen wie „Wo ist meine Pizza?“, oder die Aufforderung, imaginäre Dartpfeile mit gesprochenen Buchstaben zu werfen, wich einem Staunen über Gehörtes und Gesehenes.

Ein wunderbarer Abschluss war der gemeinsam gestaltete Gottesdienst am Sonntag. Hier durften wir das erworbene Wissen anwenden und in die Praxis umsetzen. Und es geschah! Die Bibel wurde so gelesen, dass man sie sehen, riechen und schmecken konnte, dass es einen fröhlich, voller Zuversicht und Hoffnung stimmte. Das Wort wurde zur Nahrung, die langanhaltend satt macht, und doch so köstlich ist, dass man mehr davon haben möchte.

Felix Ritter machte uns auch klar, wie wichtig und schön es ist, andere zu sehen, ihnen unsere Aufmerksamkeit zu schenken, und durch Gesten und Worte zu sagen: „Du bist wichtig!“, „Du bist einzigartig!“

Gott segne all die Menschen, die uns diese Reise und diesen genialen Workshop ermöglicht, vorbereitet und mitgewirkt haben!

— Verena Koukkari

Programm 25.–27. Januar 2019

Lektor*innen–Fortbildung in Göteborg


Freitag, 25. Januar 2019

Anreise und ab 15 Uhr Einchecken im Hotel: Comfort Hotel Göteborg, Skeppsbroplatsen

17 Uhr Willkommens-Getränk in der Deutschen Kirche (Tyska kyrkan), Norra Hamngatan 16

17.45 Uhr Gemeinsamer Beginn mit Felix Ritter in der Deutschen Kirche


Samstag, 26. Januar

9 Uhr Vormittagseinheit mit Felix Ritter in der Deutschen Kirche

10.30 – 11 Uhr Pause

12.30 Uhr Mittagessen in der Deutschen Kirche, ‚vegetarisch für alle‘

14 Uhr Nachmittagseinheit

16 – 16.30 Uhr Kaffeepause

18 Uhr Andacht

ab 18.30 Uhr Freie Abendgestaltung


Sonntag, 27. Juni

ab 10 Uhr Deutsche Kirche geöffnet; Möglichkeit der Gepäckaufbewahrung dort während des Gottesdienstes

11 Uhr Gemeinsamer Gottesdienst mit Pfarrerin Maike Gamer; im Anschluß Kirchcafé mit leichtem Lunch

Ende des Workshops und Abreise (die Kirche bleibt bis 14 Uhr geöffnet für diejenigen, die später abreisen)

Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
Kirchenamt, Herrenhäuser Straße 12, 30419 Hannover, Deutschland

Webseite www.ekd.de


Deutsche Christinengemeinde Göteborg

Deutsche Christinenkirche / Tyska Christinæ kyrka, Norra Hamngatan 16, 411 14 Göteborg, Schweden

Webseite www.svenskakyrkan.se/tyska

Pfarrerin Maike Gamer
Telefon ‭+46 31 731 6198‬‬
E–Mail maike.gamer@svenskakyrkan.se

Pfarrer Christoph Gamer
Telefon +46 31 731 6195‬
E–Mail christoph.gamer@svenskakyrkan.se

Deutsche Evangelische Gemeinde Malmö / Tyska Evangeliska Församlingen i Malmö & Södra Sverige

Marietorpsallé 23, 21774 Malmö, Schweden

Telefon +46 40 265 545
E–Mail buero-malmoe@deutsche-gemeinde.se
Webseite www.deutsche-gemeinde.se/malmoe/

Pastor Lars Kessner
Telefon +46 40 265 545‬
E–Mail pfarrer-malmoe@deutsche-gemeinde.se

Deutsche St. Gertruds Gemeinde in Stockholm / Tyska S:ta Gertruds församling

Svartmangatan 16 A, 11129 Stockholm, Schweden

Telefon +46 8 4111 188
E–Mail st.gertrud.forsamling@svenskakyrkan.se
Webseite www.svenskakyrkan.se/deutschegemeinde

Pastor Jörg Weißbach
Telefon +46 8 412 3884‬
E–Mail joerg.weissbach@svenskakyrkan.se

Deutsche Evangelisch–Lutherische Erlösergemeinde in Estland / EELK  Saksa Lunastaja Kogudus
(Deutschsprachige Evangelische Gemeinden in Estland)

Vana-Kalamaja 31-7, 10415 Tallinn, Estland

Telefon +372 646 4430, +372 850 6032
E–Mail saksa.lunastaja@eelk.ee
Webseite www.kirche.ee

Pfarrer Matthias Burghardt
Telefon +372 ‬5340 5948
E–Mail matthias.burghardt@eelk.ee

Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in Norwegen (EvGdSiNorwegen)

Eilert Sundts gate 37, 0259 Oslo, Norwegen

Telefon ‭+47 224 41 643
E–Mail kontor@deutschegemeinde.no
Webseite www.deutschegemeinde.no

Pfarrer Sebastian Wilhelm
Telefon +47 998 76 468‬
E–Mail pfarrerwilhelm@deutschegemeinde.no

Deutsche Evangelisch–Lutherische Gemeinde in Finnland (DELGiF)

Bernhardinkatu 4, 00130 Helsinki, Suomi (Finland)
Postanschrift: PL 153, 00131 Helsinki, Suomi (Finland)

Telefon +358 9 6869 8510
E–Mail post@deutschegemeinde.fi
Webseite www.deutschegemeinde.fi

Pastor Matti Fischer
Telefon +358 50 594 2485‬
E–Mail matti.fischer@evl.fi

Pastor Hans–Christian Beutel
Telefon +358 40 540 8504‬
E–Mail hans-christian.beutel@evl.fi

Anschrift des Hotels:

Comfort Hotel Göteborg, Skeppsbroplatsen 1, Göteborg, Schweden

Telefon +46 317 522800
Webseite nordicchoicehotels.se