Fragen zur Konfirmation

In welchem Alter werden Kinder konfirmiert?

Die Kinder werden in der Regel im Alter von 15 Jahren konfirmiert.

Wie melde ich mein Kind zur Konfirmation an?

Sie können ihr Kind im Sekretariat oder der Kanzlei der Gemeinde, Telefon +358 9 6869 8510, E–Mail post@deutschegemeinde.fi — oder bald direkt mit diesem Formular anmelden.

Wie ist der Konfirmandenunterricht gestaltet?

Der Konfirmandenunterricht findet von September bis zum Mai des Folgejahres in monatlichen Konfirmandentagen bzw. –wochenenden statt. Zum Abschluss macht die Gruppe eine ca. 6-tägige Konfirmandenfahrt.

Wann findet die Konfirmation statt?

Die Konfirmation feiern wir in unserer Gemeinde in der Regel am Sonntag zu Beginn der Sommerferien.

Kostet die Konfirmation etwas?

Die Konfirmation ist kostenlos. Für die Konfirmandenfahrt zum Abschluss und für größere Ausflüge bitten wir üblicherweise um eine Kostenbeteiligung. Eine finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde ist in hier in jedem Fall möglich.

Wir sind nicht in der Kirche. Kann unser Kind konfirmiert werden?

Ja, die Konfirmation ist möglich.

Muss mein Kind konfirmiert werden oder reicht die Taufe?

Zur Kirchenmitgliedschaft reicht zwar die Taufe. Aber zusammen mit vielen Freunden in der Konfirmationsgruppe den christlichen Glauben verstehen zu lernen, ist bereichernd und wunderschön. Wer dann das Patenamt übernehmen will, muss in der Regel konfirmiert sein. Auch für eine spätere Trauung in der Kirche ist die Konfirmation Voraussetzung.

Mein Kind ist nicht getauft. Kann es konfirmiert werden?

Ihr Kind kann am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe. Wenn das Kind nicht getauft ist, so wird das Kind in der Regel am Ende des Konfirmandenunterrichts getauft.

Welche Rechte erhält man durch die Konfirmation?

Mit der Konfirmation wird u. a. das Recht zugesprochen, in allen evangelischen Gemeinden am Abendmahl teilzunehmen, Pate zu werden, kirchlich zu heiraten und als Erwachsener an kirchlichen Wahlen teilzunehmen oder in kirchliche Ehrenämter gewählt zu werden.

Was soll mein Kind bei der Konfirmation anziehen?

Die Kleidung sollte den festlichen Charakter des Tages unterstreichen. In Einzelheiten gibt es örtlich und traditionell unterschiedliche Vorstellungen. Besprechen sie die Frage am besten mit Ihrem Kind oder bei einem Elternabend mit dem Pastor oder der Pastorin der Gemeinde.

Dürfen wir während des Gottesdienstes fotografieren oder filmen?

Wir bitten, während des Konfirmationsgottesdienstes in der Regel nicht zu fotografieren oder zu filmen.

Konfirmation als Erwachsener

Für die Konfirmation gibt es keine Altersbegrenzung. Voraussetzung ist, dass Sie getauft sind. Zur Vorbereitung auf die Konfirmation, wo Sie im Gottesdienst zusammen mit der versammelten Gemeinde gemeinsam den christlichen Glauben öffentlich bekennen, ist eine kirchliche Unterweisung nötig. Wie diese im Einzelnen aussieht erfragen Sie bitte beim Pastor, Telefon +358 50 5942 485, E–Mail dg.hauptpastor@evl.fi. … mehr zur Erwachsenentaufe.

Was bedeutet die Konfirmation?

Die Kirche, in der Säuglinge und Kinder getauft werden, übernimmt zugleich die Verantwortung dafür, dass die heranwachsenden Getauften in die Lage versetzt werden, über ihren Glauben Rechenschaft abzulegen. Damit sich Jugendliche zum christlichen Glauben bekennen können, muss er ihnen zuvor nahe gebracht worden sein. Die Verpflichtung zur Unterweisung leitet die Kirche aus dem Taufbefehl Jesu ab (Matthäus 28,18-20). Die Konfirmation (lat: confirmatio = Bekräftigung, Stärkung) versetzt Menschen in die Lage, mit eigenen Worten ihren Glauben zu formulieren.

Ein Blick in das Neue Testament zeigt jedoch, dass an keiner Stelle von Konfirmation die Rede ist. Dies hat seinen Grund darin, dass in der frühen Christenheit wohl nur Erwachsene getauft wurden, bei denen die Taufhandlung und das Bekenntnis des Täuflings zusammenfielen. Die Konfirmation wurde erst in der Reformationszeit entwickelt.

Der heute ein- bis zweijährige Konfirmandenunterricht, der im Konfirmationsgottesdienst seinen Abschluss findet, hat inzwischen nicht mehr den Charakter einer so genannten Katechismusprüfung (bei der Luthers „Kleiner Katechismus“ abgefragt wurde), sondern dient der Erneuerung und Vergewisserung der Taufzusage. Konfirmation stellt in erster Linie eine Segenshandlung dar. Mit der Konfirmation erhalten die jungen Leute auch kirchliche Rechte: Sie sind zur Teilnahme am Abendmahl zugelassen, können das Patenamt übernehmen und sich kirchlich trauen lassen. Zugleich ist dies die Voraussetzung für das aktive und passive Wahlrecht sowie die Möglichkeit, Ämter in der Kirche zu übernehmen.