KBV

Norbert Erdmann, Vorsitz Kirchenbevollmächtige (KBV)
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Bekehre du mich, so will ich mich bekehren; denn du, HERR, bist mein Gott!

Jeremia 31,18

Jesus spricht zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

Johannes 20,27

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Herzliche Einladung zum Vortrag am Donnerstag um 19 Uhr im Gemeindesaal: ‚Das evangelische Pfarrhaus — Eine Reise durch die deutsche Kulturgeschichte‘

Der letzte Donnerstag im Monat… das heißt in guter Gemeindetradition: Männerkreis. Wie das letzte Mal schon angekündigt, wird uns Hans–Christian um 19 Uhr im Gemeindesaal einen Vortrag zum evangelischen Pfarrhaus halten, über den wir dann im Anschluss auch ins Gespräch kommen. Und weil es schade wäre, wenn die Frauen ausgeschlossen sind zu diesem Abend, sind sie auch eingeladen. Also bitte nicht erschrecken!

„Angela Merkel, Tochter eines evangelischen Pfarrers, …“ — finnischen Leserinnen und Lesern mag es merkwürdig vorkommen, wenn in deutschen Zeitungen immer wieder erwähnt wird, dass die Kanzlerin aus einem Pfarrhaus stammt. Warum sollte bei einer erwachsenen Frau Mitte 60 der Beruf des Vaters eine Rolle spielen?!

Für eine deutsche Leserschaft hingegen ist damit das Signal verbunden: „Eine Kindheit in einem Pfarrhaus prägt einen Menschen für sein oder ihr Leben.“ Und tatsächlich: vom Dramatiker Lessing bis zum YouTuber Rezo lässt sich eine eindrucksvolle Reihe von Pfarrerskindern verfolgen, die prägenden Einfluss auf die deutsche Kultur hatten und haben. Michael Praetorius und Georg Phillip Telemann, Matthias Claudius und Jean Paul, C. G. Jung und Albert Schweitzer, Hermann Hesse und Elke Heidenreich — sie alle sind in der Atmosphäre eines evangelischen Pfarrhauses aufgewachsen.

Seit Martin Luther und Katharina von Bora geheiratet haben, ist das Ehe– und Familienleben von Pfarrern und Pfarrfrauen, später dann auch das von Pfarrerinnen und ihrer Partner, ein Modell gewesen: Wo das Leben im Pfarrhaus gelang, verbürgte es bürgerliche Werte — wo es scheiterte, wurde die Brüchigkeit dieser Werte exemplarisch sichtbar.

„Hort des Geistes“ ist das Pfarrhaus gewesen. Es war „Nachtasyl in Zeiten metaphysischer Obdachlosigkeit“. Und es war „Brutstätte für Dissidenten“, die gegen die autoritären Regime im Dritten Reich und dann wieder in Ostdeutschland Widerstand leisteten.

Das evangelische Pfarrhaus war und ist eine Kulturinstitution — und wird es bei allem Wandel auch bleiben.